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Autor: Simone Krämer

Du bist es uns wert

Der kleine Frühstücksraum des Franziskustreffs in der Frankfurter Innenstadt platzt aus allen Nähten. Bis zu 180 Gäste, so die Bezeichnung des Kapuzinerbruders Paulus Terwitte für Obdachlose, Arbeitssuchende, einsame Menschen, finden sich jeden Morgen im Schäfergässchen ein. Der Bedarf nach einer Mahlzeit am Morgen, einem guten Gespräch oder einfach einer ruhigen Minute im Alltagstrubel wächst. Deshalb planen die Ordensbrüder schon seit über drei Jahren eine Ausweitung des eingeengten Frühstückstreffs, vor allem auch um eine ungestörte und angemessene Sozialberatung zu bieten. Diese schließt etwa emotionale Unterstützung, Familienzusammenführung oder konkrete Hilfe beim Ausfüllen von Formularen ein. Die Kapuziner möchten nicht zwischen Tür und Angel bedürftige Menschen unterstützen, sondern durch eine qualitativ hochwertige, repräsentative Raumsituation zeigen, dass sie jeden Einzelnen ernst nehmen und wertschätzen. Neben dem Eingang des Franziskustreffs können sie nun endlich – auch mit Hilfe der Dr. Marschner Stiftung –  einen Beratungs- und Gesprächsraum sowie einen Arbeitsplatz für die Sozialberatung anbauen und einrichten. Hiermit ist der Traum erfüllt, die sehr beengte Situation zu überwinden und jedem Gast zu zeigen: „Du bist es uns wert!“

Faszination Wildnis

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der Faszination Wildnis in der Bildenden Kunst von der Moderne bis zur Gegenwart eine herausragende Themenausstellung. Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, die Schau mit über 100 bedeutenden Werken von 34 internationalen Künstlerinnen und Künstlern fördern zu können. Die Ausstellung vereint Gemälde, Fotografien und Skulpturen, etwa von Jean Dubuffet, Max Ernst, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter und Henri Rousseau.

Mit „Wildnis“ steht ein kulturelles und künstlerisches Konzept zur Diskussion, das schon immer auch als Projektionsfläche für das Fremde, für Sehnsuchtsfantasien jenseits der Grenzen der jeweiligen Zivilisation dient. Inwiefern sich der Begriff Wildnis durch die Erschließung und Eroberung nahezu jedes Flecken der Erde in unserer Gesellschaft und somit in der Kunst veränderte, wie das Verhältnis von Mensch und Tier neu definiert wird und wie die Auseinandersetzung mit der Fiktion Wildnis aktueller denn je ist, sind Themen der Ausstellung. Bis 3. Februar 2019

Viel Raum für Politisches im MMK

Coca-Cola-Dosen neben einem Sheriffstern und Patronenhülsen, ein Pranger mit der amerikanischen Flagge überzogen. Die Werke der US-Künstlerin Cady Noland sind eminent politisch und gleichzeitig optisch reizvoll. Dies liegt nicht zuletzt an der herausragenden Inszenierung der meist großformatigen Exponate durch die neue MMK Direktorin Susanne Pfeffer. Die Dr. Marschner Stiftung unterstützt ihre erste Ausstellung im Haupthaus des Museums für Moderne Kunst, die neben internationalen Leihgaben auch Arbeiten aus der Sammlung des Museums zeigt.

Die Schau ist die erste Übersichtsausstellung der 1956 geborenen Künstlerin Cady Noland seit über zwanzig Jahren. Indem die Objekte über alle drei Etagen verteilt sind, bekommen sie viel Raum und können sich in ihrer ganzen Wirkungskraft entfalten. Nolands Arbeiten setzen sich mit der Brutalität des öffentlichen Raums vornehmlich in den Vereinigten Staaten auseinander. Ein Thema, das aktueller und brisanter kaum sein könnte. Bis 31. März 2019

Wie erkläre ich es meinem Kind?

Coca-Cola-Dosen neben einem Sheriffstern und Patronenhülsen, ein Pranger mit der amerikanischen Flagge überzogen. Die Werke der US-Künstlerin Cady Noland sind eminent politisch und gleichzeitig optisch reizvoll. Dies liegt nicht zuletzt an der herausragenden Inszenierung der meist großformatigen Exponate durch die neue MMK Direktorin Susanne Pfeffer. Die Dr. Marschner Stiftung unterstützt ihre erste Ausstellung im Haupthaus des Museums für Moderne Kunst, die neben internationalen Leihgaben auch Arbeiten aus der Sammlung des Museums zeigt.

Die Schau ist die erste Übersichtsausstellung der 1956 geborenen Künstlerin Cady Noland seit über zwanzig Jahren. Indem die Objekte über alle drei Etagen verteilt sind, bekommen sie viel Raum und können sich in ihrer ganzen Wirkungskraft entfalten. Nolands Arbeiten setzen sich mit der Brutalität des öffentlichen Raums vornehmlich in den Vereinigten Staaten auseinander. Ein Thema, das aktueller und brisanter kaum sein könnte. Bis 31. März 2019

DMS: Welche Zielsetzung verfolgt „Hilfe für Kinder krebskranker Eltern“?

PCJ: Wir richten uns an Eltern mit einer Krebserkrankung. Aber vorrangig soll den Kindern dieser Patienten geholfen werden. Oft sind es vor allem Mütter, deren erster Gedanke bei einer entsprechenden Diagnose nicht sich selbst, sondern ihren Kindern gilt: ‚Wie erkläre ich es meinem Kind?‘ Und da die meisten Eltern hier verständlicherweise keine Profis sind, bietet sich eine Hilfestellung für derart schwierige Gespräche an. Dies können und wollen wir bieten. Wir wollen eine stabile, starke Brücke zwischen Eltern und Kind sein.

DMS: Inwiefern helfen hier die beiden Broschüren „Mit Kindern über Krebs sprechen“ und „Was jetzt für Dich wichtig ist“ des Vereins, die die Dr. Marschner Stiftung unterstützt?

PCJ:  Die Broschüren sind sehr wichtig, um zu informieren und um erste Barrieren abzubauen. Die Betroffenen benötigen meist Zeit, um sich in ihrer Situation zurecht zu finden. Eine Broschüre kann ich erst einmal mitnehmen; sie zu Hause in Ruhe durchgehen. Ich kann mich in meinem Tempo zu einem Zeitpunkt, den ich wähle, auf das Thema einlassen. Man kann und muß sich schon allein durch das Medium bedingt darauf konzentrieren. Neben den Broschüren versuchen wir für Kinder und Jugendliche eine weitere, zeitgemäße Vermittlung zu bieten: Vor über zwei Jahren haben wir zusätzlich die interaktive App „Der Zauberbaum“ zum Thema entwickelt.

DMS: Wo werden die Broschüren überall genutzt? Welches Feedback erhält der Verein?

PCJ: Die neunte Auflage der Broschüren von jeweils 10.000 Exemplaren ist jetzt ausgegeben und wir werden – Dank Ihrer Unterstützung – nachdrucken. Diese wurden natürlich auf Anfrage von Betroffenen und in Gesprächen kostenlos ausgegeben, aber auch psychologische Praxen oder Kliniken fragen beim Verein an. Selbst aus dem deutschsprachigen Ausland bekommen wir Anfragen. Zukünftig wollen wir sie auch Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen anbieten. Das Feedback ist durchgängig extrem positiv. Jeder ist äußerst dankbar, dass wir uns diesem Thema annehmen. Daher war die Ergänzung der ersten Broschüre „Mit Kindern über Krebs sprechen“ durch die zweite „Was jetzt für Dich wichtig ist“ von Jugendlichen für Jugendliche nur konsequent.

DMS: Warum engagieren Sie sich persönlich für den Verein „Hilfe für Kinder krebskranker Eltern“?

PCJ: Ich habe so häufig gesehen, dass die Kinder die erste und größte Sorge der Betroffenen sind. Sehr schnell setzt eine gewisse Kommunikationsunfähigkeit ein. Das ist ein sehr kritischer Punkt in einer Familie; oder insbesondere auch für Alleinerziehende. Die Unsicherheit wächst. Wenn sich zu Hause etwas verändert, bekommen es die Kinder zuerst mit. Familie und Freundeskreise müssen jetzt besonders zusammen halten. Wer in diesem Moment nicht die üblichen Kompensationsmöglichkeiten hat, trägt es oft ungewollt auf dem Rücken der Kinder aus. Genau dann sind wir gefragt. Dann müssen wir helfen. Wir müssen den Patienten in Not Sicherheit geben.

Das ist Leder!

Unter K wie Kaugummi findet sich eine kleine Entdeckung: Ein knallpinker Sneaker mit einer Sohle aus recyceltem Kaugummi, abgekratzt von Amsterdamer Straßen. Wie kommt der Kaugummi-Schuh ins Ledermuseum in Offenbach? Unter dem Titel „Das ist Leder! Von A bis Z“ kann man dort seit dem 22. September 2018 einen neuen, innovativen Projektraum besuchen, der die Grundlagen von Leder und Lederersatzstoffen in Dialog mit der Sammlung des Hauses stellt.

Mit Unterstützung der Dr. Marschner Stiftung konnte die multimediale Präsentation, die sich in drei Teile gliedert, erfolgreich umgesetzt werden: 24 herausragende Exponate ergänzt durch haptische „Fühlstationen“ lassen Leder erlebbar werden. Medientische mit 64 sensorischen Tastmodulen bieten umfangreiche Hintergrundinformationen. Eigens für die Ausstellung produzierte Kurzfilme erlauben einen spannenden Blick hinter die Kulissen lederverarbeitender Betriebe aus Offenbach und Umgebung. 

Vitamine sind gut für Mathe

Mathe läuft leichter mit einem guten Frühstück und die Haare wachsen besser mit Vitaminen. Welches Argument auch immer zählt, über 80 Kinder aus der Goetheschule in Offenbach sind jeden Morgen dankbar, dass Katja Werner (links im Bild) und ihr Team vom Verein „Von Ich zu Ich“ ab 6 Uhr morgens ehrenamtlich Brötchen schmieren und Obst- und Gemüseboxen für sie packen.

Die Kinder können sich die leuchtend orangenen Vesperboxen vor dem Unterricht gegenüber der Schule im Stadtteilbüro gegen ein kleines Entgeld abholen. Es gibt helles und dunkles Brot, mit Wurst, Käse oder Ei, am Freitag auch mal mit Marmelade oder Honig – alles aber immer halal. Denn in die Schule im Nordend gehen rund 450 Schüler aus über 45 Nationen. Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass die fünf Frauen, die mit großem Engagement das Projekt seit 2012 am Laufen halten, mehrere Sprachen sprechen und so bei Kindern und Eltern Vertrauen wecken. Die Dr. Marschner Stiftung freut sich „Gesundes Frühstück für Goetheschulkinder“  2019 mittragen zu dürfen.

Von Leuchtpilzen und Gladiatorenkämpfen

11.000 Kinder, 380 Klassen in 4 Tagen – die Kinder-Uni 2018: Wieder ein voller Erfolg. Die Dr. Marschner Stiftung unterstützt dieses wunderbare und äußerst beliebte Projekt der Frankfurter Goethe-Universität seit 2015. Kindern zwischen 8 und 12 Jahren werden auf spannende und trotzdem informative Weise unterschiedliche wissenschaftliche Themen nahe gebracht. „Es ist eine tolle Sache, dass es mit der Kinder-Uni gelingt, Frankfurter Schülerinnen und Schülern aller Bildungsschichten einen ersten Kontakt mit der Universität zu ermöglichen“, so Peter Gatzemeier, Vorstand der Dr. Marschner Stiftung.

Beim Thema Fußball bricht eine „La Ola“-Welle los. Beim Anblick von 1,70 Meter hohen Dinosaurier-Knochen leuchten Kinderaugen. Eine Professorin aus Hogwarts erzählt von Hexenringen und Gladiatoren ziehen unter Jubel ihre Schwerter. Was kann es in einem Audimax Schöneres geben?

Elementares erfahren – das MAK macht’s möglich

Was hat ein Silberbecher mit Feminismus zu tun? Und ein Truthahn aus Porzellan mit Glück? Anders sehen, anders erfahren, anders denken – mithilfe einer neuen digitalen Führung auf Tablets können die Besucher des Museums Angewandte Kunst ab sofort versteckte Pfade zwischen den Objekten der Dauerpräsentation „Elementarteile. Aus den Sammlungen“ erkunden.

Die Dr. Marschner Stiftung ermöglichte die Umsetzung dieser spannenden Entdeckungsreise durch die bedeutendsten Stücke aus allen Bereichen des Museums. Die Tablets können an der Museumskasse kostenfrei entliehen werden. Die digitale Führung ist intuitiv gestaltet und für alle Altersklassen geeignet. Wissensdurstige können sich anhand von zwei Pfaden durch die Ausstellung führen lassen. Entweder „Spontan“, nach persönlichen optischen Reizen und Interessen orientiert, oder „Strukturiert“, nach Themen wie Demokratie, Spiritualität oder Globalisierung geordnet, lernt man im eigenen Tempo die Exponate kennen.

Oper Offenbach YRD.Works kooperiert mit Künstlerhaus Mousonturm

Eine Oper in Offenbach!? Das Künstlerkollektiv YRD.Works widmet sich mit „Oper Offenbach“ der Königsklasse performativer Disziplinen und macht auf der Inselspitze im ehemaligen Hafen Offenbach den Bau einer Oper selbst zum Gegenstand einer mehrwöchigen Inszenierung. Bereits der erste Bauabschnitt verwandelt die Hafeninsel in eine zweideutige Szenerie. Zusammen mit demDesignkollektiv Profi Aesthetics und dem Fotografen Simon Keckeisen errichten YRD.Works vier groß dimensionierte Wände, die von zahlreichen Punkten am Mainufer zu sehen sind.

FOAM TALENT – Die neue Generation der Fotografie

Ausstellung 24. Mai bis 26. August 2018

Der Frankfurter Kunstverein präsentiert die Ausstellung FOAM TALENT in Kooperation mit dem Foam Museum Amsterdam, weltweit das führende Museum für aktuelle Fotografie. Die Ausstellung zeigt 20 Positionen internationaler junger Künstlerinnen und Künstler unter 35 Jahren, die im Medium der Fotografie deren Grenzen ausweiten und mit neuen formalen und inhaltlichen Ansätzen experimentieren.

Die Künstlerinnen und Künstler zeichnen sich durch unterschiedliche Haltungen und Herangehensweisen aus: von aktivistischen Ansätzen, über ironische Referenzen, Kritik am eigenen Medium und gesellschaftliche Untersuchungen zur Rolle der Fotografie im öffentlichen Raum. Die Auswahl reflektiert zukunftsweisende Positionen der Fotografie und fungiert als Barometer eines Mediums, das sich im Zeitalter digitaler Kultur ständig verändert und neu definiert. Die Ausstellung gibt einen einzigartigen Überblick zeitgemäßer Trends und Tendenzen und dient Experten und Fotografieinteressierten als Maßstab zukünftiger Entwicklungen des Medium Fotografie.