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Der Dr. Marschner-Ausstellungspreis

Die Dr. Marschner Stiftung prämiert mit dem mit 25.000 Euro dotierten Preis ein herausragendes kuratorisches Konzept eines Ausstellungsprojektes. Der Dr. Marschner-Ausstellungspreis „Ausgezeichnet Ausgestellt“ richtet sich an alle Institutionen gemeinnütziger und öffentlicher Trägerschaften in Frankfurt am Main und Offenbach. Aus den eingereichten Bewerbungen erstellt eine Jury die Shortlist. Ausgewählt werden 6 Projekte, die sich durch ihre substanzielle kuratorische Arbeit sowohl für eine breite Öffentlichkeit als auch für ein Fachpublikum auszeichnen. Bewerbungen sind im jeweils laufenden Jahr bis 30. November möglich. Im folgenden Frühjahr wird der Preisträger verkündet.

„Wir möchten mit dem Dr. Marschner-Ausstellungspreis ein Zeichen setzen. Bildende Kunst ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und sollte stets die notwendige Unterstützung erfahren. Gewinnen wird dasjenige Konzept, welchem nach dem Urteil der 5-köpfigen Jury am überzeugendsten und konsequentesten gelungen ist, eine Symbiose von künstlerischer Idee und kuratorischer Übersetzung herzustellen“, so Stiftungsvorstand Peter Gatzemeier.

Der Gewinner 2018

Portikus, „o potio n.“, (15. 9. – 18.11.2018)

Der Kunsthalle Portikus ist es nach dem Urteil der Jury in 2018 mit der Einzelausstellung „o potio n. “ der georgischen Künstlerin Thea Djordjadze am überzeugendsten und kosequentesten gelungen, die Prämissen des Dr. Marschner Ausstellungspreises „Ausgezeichnet Ausgestellt“ umzusetzen.

Bereits dem originären Ausstellungskonzept ist eine außergewöhnliche Verknüpfung von künstlerischer Idee und kuratorischer Realisierung, von Konzeption und Rezeption immanent. Das Gesamtgefüge und der Gesamteindruck des Projektes war ebenso einzigartig wie radikal. Jedes Objekt nahm mit dem Raum und durch den Raum sich verändernde Rollen ein. Durch minimale Interventionen wurde der Ort selbst zum Kunstwerk. Die Kunst an sich und das aktive Inszenieren floßen ineinander. Die Auswahl der Künstlerin und die damit korrespondierende Qualität der Werke im Hinblick auf die thematsiche Ausarbeitung der Ausstellung wurde in „o potio n.“ hervorragend realisiert. Eine beinahe provokative Vorgehensweise sowohl der Künstlerin als auch der Kuratorin erzwang geradezu eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsort. „o potio n.“ eröffnete dem Betrachter überraschende Aspekte, unerwartete optische Verknüpfungen und neue Erkenntnisse. Das kontemplative Konzept erforderte hohe Konzentration. Wahrnehmung wurde herausgefordert und diskutiert.

Hier finden Sie die Pressemitteilung Dr. Marschner-Ausstellungspreis 2018

Hier finden Sie die Teilnahmebedingungen Dr. Marschner-Ausstellungspreis 2019

Bitte verwenden Sie das Bewerbungsformular zum Dr. Marschner-Ausstellungspreis 2019