Mit der Tanzplattform Rhein-Main startet ein dreijähriges Kooperationsprojekt zwischen dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Hessischen Staatsballett. Erstmals schließen sich ein internationales Produktionshaus und die Tanzsparte zweier Staatstheater zusammen, um vielfältige Produktions-, Aufführungs-, und Vermittlungsformate zu entwickeln. Sie knüpfen dabei an die Erfahrungen des von 2006 bis 2015 am Mousonturm wirkenden Tanzlabors 21 an. Geplant sind neben städteübergreifenden Künstlerresidenzen, unter anderem mobile Tanzproduktionen, die urbane und ländliche Räume jenseits konventioneller Theaterräume erobern und ein gemeinsames Festival, das die Präsentation von regional produzierten Stücken mit internationalen Gastspielen verbindet. Mit den gemeinsamen Angeboten möchten die Kooperationspartner Tanzschaffende und den Tanz in der Region nachhaltig stärken, Akteure und Institutionen im Bereich Tanz regional und überregional miteinander vernetzen und ein breites Publikum für den Tanz im Rhein-Main-Gebiet gewinnen.
Mit der Präsentation „Elementarteile. Aus den Sammlungen“ zeigt das Museum Angewandte Kunst erstmalig seit seiner Wiedereröffnung im April 2013 eine dauerhafte Ausstellung mit 70 – 80 ausgewählten Stücken aus allen Sammlungsgebieten des Museums. Die neu konzeptionierte Dauerausstellung umfasst einen reichen Bestand an Kunsthandwerk aus Ostasien, Islamischer Kunst, Design, Grafik und Buchkunst aus rund 5000 Jahren und verschiedenen Teilen der Erde. Dabei stechen die Sammlungen im internationalen Vergleich vor allem durch die herausragende Qualität ihrer Einzelstücke und ihre Heterogenität hervor.
Für die digitale Vermittlungsinitiative – basierend auf der neuen Dauerausstellung Elementarteile – unterstützte die Dr. Marschner-Stiftung Phase 1 und Phase 2 einer App-Entwicklung als Förderpartner.
Tauben, Regenbogenfarben und mit Blumen geschmückte Gewehre: Die Darstellung von Frieden reduziert sich meist auf gängige Klischees und bekannte Symbolik. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt ging in einer diskursiven Gruppenausstellung einen anderen Weg und stellte vielmehr die Frage: Wie geht Frieden eigentlich?
Ausgehend von der Tatsache, dass Frieden in Interaktion und Kommunikation zwischen Menschen und allen im Ökosystem existierenden Akteuren deutlich wird, richtet die Ausstellung den Blick auf Aspekte, die das (Zusammen-)Leben des Menschen seit jeher sichern und ermöglichen, etwa Wasser, Tiere, Pflanzen, Sprache oder Geschenkökonomie.
Zahlreiche Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, unter anderem von Pia Camil, Jan de Cock, Minerva Cuevas, Ed Fornieles, Surasi Kusolwong, Isabel Lewis, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Agnieszka Polska und Timur Si-Qin, boten eine neue, zeitgenössische Perspektive auf dieses Thema.
„Entdecker“ heißt die Konzertreihe, die im Rahmen des Kinder-, Jugend- und Familienprogramms der Alten Oper, „PEGASUS – Musik erleben!“, Kindern im Krabbelalter einen ganz eigenen musikalischen Kosmos eröffnet.
Den jüngsten Gästen der Alten Oper wird durch Mitsingen, Mittanzen und freie Bewegung die Kraft mitreißender Rhythmen und die beruhigende Wirkung sanfter Melodien nahegebracht. Zum Jubiläum 2016 war Tobias Henn, Leiter „PEGASUS – Musik erleben!“, begeistert: „Wir sind glücklich über die enorme Nachfrage, die unser Konzertangebot für die Kleinsten von Beginn an hervorgerufen hat. Gabriele Baba konzipiert und moderiert die „Entdecker“-Konzerte seit ihrer Einführung. Unter ihrer Anleitung haben bereits mehr als 4200 Kleinkinder mit ihren Eltern oder ihrer Krippengruppe erste Reisen in die faszinierende Welt der Musik unternommen. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!“.
Bei dem Kinder- und Jugendprogramm PEGASUS werden junge und jüngste Gäste in der Alten Oper Frankfurt herzlich begrüsst. Es umfasst Konzerte zum Mitmachen, Begegnungen mit klassischen und zeitgenössischen Werken, Workshops zur kreativen Auseinandersetzung mit Musik und vieles mehr – und das für alle Altersgruppen von 0 bis 21 Jahren. Das kontinuierliche Angebot für Babys, Kleinkinder, Grundschulkinder und Jugendliche möchte Familien ebenso ansprechen wie Krippen- bzw. Kindergartengruppen oder Schulklassen und auf diese Weise vielfältige Zugänge ermöglichen in die Welt der klassischen und zeitgenössischen Musik.
Die Dr. Marschner Stiftung fördert die Reihe seit 2014 und ermöglichte zudem im Juni 2017 zwei Schülerkonzerte und ein Familienkonzert der beliebten PEGASUS-Reihe.
Bereits seit 1998 existiert das Papageno Musiktheater im Palmengarten – seit 2002 in einer festen, voll klimatisierten Spielstätte mit 199 Sitzplätzen. Innerhalb kurzer Zeit wurde es zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Frankfurt. Das Papageno Musiktheater bietet ein abwechslungsreiches Abendprogramm – Opernschauspiele, Operetten, Musicals und Konzertabende. Die Darstellungsform des Opernschauspiels hat Theaterleiter Hans-Dieter Maienschein entwickelt und dem Theater in den vergangenen Jahren auf den Leib geschneidert. Beliebter Anziehungspunkt für Familien und Schulklassen ist das Papageno Musiktheater auch wegen des Kinderprogramms mit seinen liebevoll inszenierten musikalischen Abenteuern, Märchen und Singspielen: Über die Verbindung von klassischer Musik mit Sprechtheater werden Kinder einfach und leicht an das Schauspiel und auch an die Oper herangeführt.
Die Dr. Marschner Stiftung hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Inszenierungen des Papageno Theaters unterstützt wie „Die Fledermaus“, „Charleys Tante“ und „Die lustigen Weiber von Windsor“.
Große Freude auf dem Hof für Therapeutisches Reiten: die Dr. Marschner Stiftung übernimmt für drei Jahr eine Patenschaft für das Therapiepferd Finn. Kerstin Illing (im Bild links) ist verantwortlich für den Hof und freut sich sehr über die Unterstützung. Das Projekt hilft Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf. Wer den Hof und die Arbeit des Therapiezentrums näher kennenlernen möchte, kann sich beim jährlichen Hoffest vor Ort umsehen.
Kinder haben bei uns immer Primetime!
Kerstin Illing, Leiterin des Reiterhofes
Kinder haben bei uns immer Primetime von Petra Kappler
Ein Gespräch mit Kerstin Illing, Kinderförderzentrum für Therapeutisches Reiten in Frankfurt-Kalbach. Zum Gespräch empfängt mich Kerstin Illing in Begleitung ihrer Werkstudentin Sarah Rudolph. Die studierte Betriebswirtin hat lange international für eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet – mit Pferden kennt sie sich zudem bestens aus, führt sie doch erfolgreich ein Unternehmen, das weltweit Sportpferde an Profis verkauft. Zur Leitung des Hofes kam sie „wie die Jungfrau zum Kind“. Sie half spontan einer Freundin, die das Projekt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen konnte. Auf dem wunderbar gelegenen Reiterhof in Frankfurt-Kalbach mit perfekter Anbindung werden über 200 Kinder pro Woche in verschiedenen Therapien mit dem Pferd gefördert. Das Therapeutische Reiten ist seit 1970 ein wichtiger und zentraler Bestandteil des Förderprogramms des Vereins zur Förderung der Integration, kurz VzF. „Die Kinder haben auf dem Hof Primetime“ betont Kerstin Illing, „der restliche Reitbetrieb wird um diese Kernzeiten am Nachmittag gelegt.“ Hier werden die Prioritäten gleich klar: das Therapiezentrum ist voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingestellt. Sie sind hier die Hauptpersonen, keine geduldete Randgruppe. Darauf wird hier großen Wert gelegt, und ist gelebte Philosophie des Vereins. Dazu erfahre ich mehr bei unserem Rundgang über die Reitanlage. Es gibt unterschiedliche Angebote für Kinder mit Einschränkungen und Benachteiligungen, angefangen von der Hippotherapie, über das Angebot Hippo Fit bis hin zur heilpädagogischen Förderung, die einzeln und in Gruppen durchgeführt wird. Die Kinder werden hinsichtlich ihres Förderbedarfs, ihrer Einschränkungen und Fähigkeiten individuell in den verschiedenen Therapien betreut. Das Reiten tut nicht nur den Kindern sichtlich gut – es bedeutet auch für die Eltern eine kleine Auszeit und durchaus Entlastung, wenn sie einmal nicht in der Verantwortung stehen müssen und sich einfach wohl fühlen dürfen auf dem Hof, einen Kaffee trinken oder sich mit anderen Betroffenen austauschen. Das Loslassen an die Therapeutinnen funktioniert sehr gut, es herrscht ein vertrauensvolles Verhältnis untereinander. Insgesamt herrscht ein respektvoller Umgang, gute Stimmung ist Kerstin Illing wichtig, von Druck – gleich welcher Art – hält sie nicht viel. Das erfolgreiche Konzept hat sich herumgesprochen, die Therapien haben zurzeit leider eine lange Warteliste, denn insgesamt ist der Bedarf von zu fördernden Kindern größer, als die Kapazitäten es hergeben. Denn Therapeutisches Reiten wirkt in mehrfacher Hinsicht. Zum einen ist es eine spezielle Therapieform, die zur Verbesserung und Linderung psychosozialer Probleme und Störungen eingesetzt wird. Zugleich kommt es zur Anwendung bei der Behandlung körperlicher Behinderungen. Eine günstige Beein¬flussung und gezielte Förderung der geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung ist eines der primären Ziele der Arbeit mit den Tieren. Mir wird erklärt, dass Reiten zu den wenigen Sportarten, die Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung gemeinsam ausüben können, gehört. Auf dem Hof wird Heterogenität als Ressource begriffen, das ist ein spannender und integrativer Ansatz, der voll aufgeht. Kerstin Illing hat sich drei Monate Klausur zu Beginn Ihrer Übernahme ohne Einflüsse oder Ratschläge von außen erbeten. Und dann das gesamte Projekt angeschaut und neu aufgestellt. Ihr Tatendrang und Organisationsgeschick zeigen sich überall auf dem Gelände und es ist dem Projekt zu wünschen, dass sich weitere Förderer finden, die das Therapeutische Reiten unterstützen. Kerstin Illing berät da gerne.
Sprühend vor Kreativität haben sich 400 Kinder mit unseren brennenden Zukunftsthemen auseinandergesetzt, und das konnten alle Frankfurterinnen und Frankfurter bei der großen Feierstunde zum Abschluss des „Schuljahres der Nachhaltigkeit“ sehen: Bunte Kreide-Graffiti zierten den Gehweg rund um die Hauptwache und machten viele Passanten darauf aufmerksam, was sie selbst für eine nachhaltige Entwicklung tun können. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten damit ihre Themen, die sie während des vergangenen „Schuljahres der Nachhaltigkeit“ im Unterricht bearbeitet haben. Es geht um Klimaschutz und Energie, Mobilität und Recycling, Ernährung und globale Gerechtigkeit. Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, dieses Vorzeigeprojekt seit vielen Jahren zu fördern.
Wieder konnten Familien in den Sommerferien gemeinsam bauen und experimentieren. Die Themen gingen vom Ort selbst und seiner Nutzung aus. Physik und Technik werden anschaulich, es geht um die Sonne und die Nidda, die Vielfalt der Pflanzen auf kleinem Raum, um das Besondere, das den Alten Flugplatz so einzigartig macht. Kreativität, Teamarbeit und Forschergeist sind gefragt. Die Fachkräfte der Aeronauten-Werkstatt im GrünGürtel und der Naturschule Hessen gGmbH geben den Rahmen, Anregungen und handwerkliche Unterstützung.
Die Dr. Marschner Stiftung förderte das 10 jährige Bestehen der Sommerwerkstatt im Jahr 2017.
Vom 3.12.2016 bis 5.1.2017 präsentierte das Ensemble Modern bei „heim.spiele“ in seiner Heimatstadt Frankfurt mehr als 20 Konzertveranstaltungen an verschiedenen Spielstätten. Als Auftakt war die Wiederaufnahme der Kammeroper „Der goldene Drache“ von Peter Eötvös nach dem gleichnamigen Theaterstück von Roland Schimmelpfennig im Bockenheimer Depot zu erleben. Mit ihrer bildkräftigen Musik lässt sie die Parallelwelten von Einheimischen und Immigranten in einem Asia-Imbiss einander berühren. „Spectacle Spaces“, ein Abend mit einer hochkarätig besetzten Gruppe internationaler Stars des Varietés und der Artistik, konfrontierte Musik von Mauricio Kagel und Martin Matalon mit spektakulärer moderner Zirkuskunst.
Die Dr. Marschner Stiftung förderte heim.spiele mit einer Spende.
Für das Projekt Offenbach hilft unterstützte die Dr. Marschner Stiftung das Freiwilligenzentrum Offenbach mit einer Spende. Mit dieser Spende konnte eine Personalressource für die Stabsstelle Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe Offenbach geschaffen werden.