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Autor: Simone Krämer

Kolleg Schöne Aussicht

Im Jahr 2011 verwirklichte das Literaturhaus Frankfurt mit der Dr. Marschner-Stiftung ein bis dahin in der bundesweiten Literaturszene einmaliges Vorhaben. Die Idee war, für Lehrerinnen und Lehrer ein neues Format – kein Fortbildungsprogramm – zu kreieren, welches mit überraschenden und inspirierenden Akzenten überzeugte.

Es entstand ein monatliches Angebot, welches mit unterschiedlichen Formaten wie Workshops mit Autorinnen und Autoren, Exkursionen, Expertengespräche, Wunschlesungen, aber auch Überraschungsbesuchen im Unterricht und Tagungen arbeitet.
Das KOLLEG SCHÖNE AUSSICHT war geboren! Dieses einmalige Projekt begleitet nun schon im sechsten Jahr seines Bestehens Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer, Stufen und Schulformen aus Frankfurt, Offenbach und der Region.
Das Kolleg SCHÖNE AUSSICHT ist ein Projekt, mit dem das Literaturhaus Frankfurt sich als Plattform für ein breites Spektrum gesellschaftlicher Fragestellungen behauptet. Gleichzeitig bildet das Kolleg ab, welchen Herausforderungen sich unser Bildungsapparat stellen muss, dies aber aufgrund seiner Struktur nur sehr verzögert leisten kann. Das Literaturhaus kommt diesen Bedarf mit dem KOLLEG nach und schafft kreative und inhaltliche Impulse in Verbindung mit persönlichen Austausch und verbindlicher Ansprache.

Das Kolleg Schöne Aussicht ist für mich ein wunderbarer Ort, an dem meine Lehrerseele durch die vielfältigen, immer anregenden Veranstaltungen eine Erweiterung ihres Horizonts bekommt. Damit legt es eine Grundlage für die wahre Bildung, gegenüber der manche herkömmliche Fortbildungsveranstaltung mit ihrer pädagogischen Verzwecktheit eben wie Fort-Bildung wirkt.

J. Schieb

Skyline Symphony – Frankfurter Kammerorchester

Hoch hinaus! – Das Bild für ihren künstlerischen Anspruch trägt die Skyline Symphony bereits in ihrem Namen. Die Skyline Symphony ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des international erfolgreichen Dirigenten Michael Sanderling mit seinen musikalischen Freunden. Seit 2010 ist er Chefdirigent und künstlerischer Leiter dieses herausragenden Ensembles.

Die Dr. Marschner-Stiftung ermöglichte 2013 ein Symphonie-Konzert in der Reihe Goethe-Campus-Konzerte.

Verwandlung der Welt. Die romantische Arabeske

Ornament, Poesie, geistreiches Linienspiel, Ironie oder tiefere Bedeutung? Dass die Arabeske alles in sich vereint und die eigentliche Signatur der Romantik ist, will diese Ausstellung zeigen. In ihrer „künstlich geordneten Verwirrung“ (Friedrich Schlegel) gilt die Arabeske als ursprüngliches Manifest der Fantasie. Auf der Suche der Frühromantiker nach einer neuen, die Gattungen übergreifenden Sprache der Kunst ist sie zum charakteristischen Ausdrucksmittel geworden. In der Arabeske wird das feste Gefüge der Welt aufgelöst und poetisch überformt: „Die Arabeske ist Waldblume in dem Zauberlande“ (Joseph Görres).

Erstmals widmete sich eine Schau diesem vielschichtigen Phänomen. In Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle präsentierte das Frankfurter Goethe-Haus etwa 150 Gemälde und Grafiken, Handschriften und Bücher. Im Vordergrund stand das Wechselspiel zwischen bildender Kunst und Literatur; zu den zentralen Protagonisten zählten bei der Ausstellung Philipp Otto Runge und Clemens Brentano.

Die Dr. Marschner Stiftung förderte die Ausstellung im Jahr 2013.

Frankfurt LAB

Das Frankfurt LAB ist ein Proben- und Aufführungshaus für experimentelle Arbeit in den Bereichen der szenischen Künste und der zeitgenössischen Musik. Es wird künstlerisch verantwortet von seinen Partnern Ensemble Modern, Dresden Frankfurt Dance Company, Hessische Theaterakademie, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm.

Die Dr. Marschner Stiftung hat 2013 das Frankfurt LAB zum Aufbau eines Residenzprogrammes unterstützt.

Pssst.. ! Eine Ausstellung für Kinder im MMK

Mit der Ausstellung “Pssst!“ richtete sich das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main an seine jüngsten Besucher: Neun Künstler aus Frankfurt und acht Künstler aus England haben Arbeiten für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren entwickelt und gestaltet.
Das zentrale Thema der Ausstellung im MMK Zollamt waren Geheimnisse, die in ihren unterschiedlichsten Formen von den Künstlern aufgegriffen wurden. Kinder haben Geheimnisse. Das ist nicht immer angenehm, doch ein Geheimnis trägt oftmals auch die Freiheit in sich, entscheiden zu können, was man damit macht. Als Begleiter einer Entwicklung zum eigenständigen Subjekt haben Geheimnisse eine ganz besondere Bedeutung. Um verschiedene Formen von Geheimnissen ging es in „Pssst!“

Die Dr. Marschner-Stiftung unterstützte die Ausstellung, die vom 15. Dezember 2012 bis 27. Januar 2013 im MMK Zollamt zu sehen war, als einer der Hauptförderer.

Festival junger Talente!

Präsentiert wurden über zwanzig Performances, Installationen, Malerei und Fotografie von Studierenden der bildenden Kunst, des Kommunikationsdesigns, des Tanzes, der Komposition, der Regie, der Theaterwissenschaft und der Dramaturgie.

Ausgehend von dem Titel „Das Festival der jungen Talente! Simulation, Adaption, Illusion und Pose“ stand dabei die Frage im Mittelpunkt, in welchem Verhältnis eine solche Leistungsschau für junge Kunst zu einer Gesellschaft steht, die von jedem einzelnen tagtäglich bestmögliche Performance, Kreativität und Selbstdarstellung verlangt? Simulation, Adaption, Illusion und Pose sind Begriffe, die mit einem Übermaß an Inszenierung und Künstlichkeit in Verbindung gebracht werden, die aber Alltag und Politik in einer medialisierten Welt längst zu bestimmen scheinen.

Das Festival der jungen Talente! wurde 2012 von der Dr. Marschner Stiftung gefördert.

Spuk! Wahnsinn! Teufelswerk! Ausstellung F.K. Waechter

Zum 75. Geburtstag von F.K. Waechter im Jahre 2012 gab eine Frankfurter Ausstellung Einblick in den schriftstellerischen Nachlass des Künstlers. Zu sehen waren Manuskripte von Waechters Theaterstücken, Märchen und Erzählungen, Skizzen zu Opern und Hörspielen, Filmen und vielem mehr, wie zum Beispiel ein bizarres Kostüm aus „Kwast oder der Narr des Königs“ einem Theaterstück, das Waechter eigens für den Chef der Fliegenden Voksbühne schrieb, außerdem allerhand Requisiten. „Die Verschränkung von Zeichnen und Schreiben war bei ihm immer spannend“ sagte dazu Kurator Schopf, einst Chef des Suhrkamp-Archivs, nun Leiter des Literaturarchivs der Goethe-Uni.

Die Ausstellung „Spuk! Wahnsinn! Teufelswerk! wurde 2012 im Fenster zur Stadt in der Braubachstraße 18 – 22 gezeigt und von der Dr. Marschner Stiftung gefördert. Das Foto zeigt ein Bild F.K. Waechters aus dem Archiv Wilhelm Busch Museum in Hannover.

Masterstudiengang Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik

Die Dr. Marschner Stiftung hat 2012 den Masterstudiengang Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik großzügig unterstützt. Der Studiengang ist an der Goethe Universität Frankfurt am Kunstgeschichtlichen Institut angesiedelt. Des Weiteren förderte die Dr. Marschner Stiftung das Ausstellungsprojekt „After the fact – rearticulated“ im Jahr 2016.

Passionsspiel – Digitaler Stadtrundgang mit App

Die Frankfurter Spieltradition ist Untersuchungsgegenstand eines Lehrprojekts, das Dr. Stephanie Dreyfürst und PD Dr. Regina Toepfer von Oktober 2012 bis April 2014 an der Goethe-Universität Frankfurt durchführten. Studierende der Literatur- und der Geschichtswissenschaft verorteten die Frankfurter Passionsspiele in ihrem histori­schen Kontext und korrelierten lokale Stationen mit literarischen Szenen. Auf diese Weise wurde ein museumspädagogisch-multimediales Konzept für eine Stadtführung durch das mittelalterliche Frankfurt sowie die App „Frankfurt im Mittelalter“ wurde dazu erarbeitet. Die App kann kostenlos im den gängigen Stores heruntergeladen werden.

Die Dr. Marschner Stiftung hat das wissenschaftliche Projekt mitunterstützt.