Autor: Simone Krämer
Romanfabrik International
Die Romanfabrik hat in der Vergangenheit vor allem im Rahmen ihres internationalen Literaturfests Metropolitan. Die erzählte Stadt (2009, 2011 und 2013) immer wieder ausländische Autoren nach Frankfurt eingeladen. Damit wurde sie der Internationalität der Stadt gerecht und hatte die große Zahl der aus den unterschiedlichsten Nationen kommenden Bürgerinnen und Bürger Frankfurts und der Region im Blick. Die neue Reihe Romanfabrik International setzt diese Initiative fort und wird in Zusammenarbeit mit ausländischen Kultureinrichtungen, Konsulaten und Botschaften internationale Literaturabende in der Romanfabrik veranstalten.
Diese neue Reihe wird unterstützt durch die Dr. Marschner Stiftung.
Werkraum Fröbelschule
Im Jahr 2015 hat die Dr. Marschner Stiftung die Neugestaltung der Werkräume der Fröbelschule in Offenbach mit einer Spende unterstützt. Im nachfolgenden Jahr 2016 hat die Dr. Marschner Stiftung die Anschaffung neuer Kücheneinrichtungen für die Schule finanziert.
Senefelder-Wettbewerb im Haus der Stadtgeschichte Offenbach
Die Senefelder-Stiftung macht besonders durch die Vergabe des Internationalen Senefelder-Preises auf sich aufmerksam. Sie schreibt diesen Preis alle drei Jahre für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Lithografie und ihrer Weiterentwicklung aus. Bewertet werden künstlerische Arbeiten der Lithografie (Steindruck), also alle Arbeiten, die auf dem Stein entstanden sind; Flachdruckzeichnungen, z.B. von Metalloffsetplatten oder Folienzeichnungen; Mischdrucke wie etwa Drucke vom Stein, Offsetdruck und deren Kombination.
Jazz-Initiative Frankfurt
Die Jazz-Initiative Frankfurt am Main e.V. (JIF) hat das Ziel, für den Modernen Jazz in Frankfurt bessere Präsentationsmöglichkeiten zu schaffen, Frankfurter Musiker zu fördern, interessante Programme anzubieten und nationale wie internationale Musiker nach Frankfurt einzuladen.
Die Dr. Marschner-Stiftung unterstützte die Jazz-Initiative Frankfurt zugunsten zum 75. Geburtstag von Günter Lenz sowie zum Hessischen Jazzpodium, das im Herbst 2015 stattfand.
Frankfurter Tafel e.V
Im Jahr 2015 hat die Dr. Marschner Stiftung die Frankfurter Tafel in Offenbach mit einer Spende zu Weihnachten unterstützt.
Ausstellung „Gefangene Bilder. Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg“
Die Ausstellung hinterfragte genau diese Vorstellungen und erzählte die bisher wenig beachteten Geschichten und Zusammenhänge dieser Fotos. Die Schau schloss thematisch an die vergangenen Ausstellungen „Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg“ und „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ an.
Die Dr. Marschner Stiftung förderte die Ausstellung, die im Zeitraum von 14.9.2014 bis 15.2.2015 im Historischen Museum zu sehen war. Das Foto zeigt die Ausstellung im Historischen Museum (Bildquelle) mit einem Foto von Horst Ziegenfusz.
KÜNSTLER UND PROPHETEN. EINE GEHEIME GESCHICHTE DER MODERNE
Egon Schiele verstand sich als einen visionären und prophetischen Künstler, František Kupka schuf einen von spiritistischen Leitlinien durchdrungenen abstrakten Malstil, Joseph Beuys rief mit seiner Theorie der „Sozialen Plastik“ die Menschen dazu auf durch kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beizutragen, und Friedensreich Hundertwasser war ein Umweltaktivist, dessen Spiralen-Bilder im Wesentlichen einem ganzheitlichen Denken entsprangen. Diese wegweisenden künstlerischen Haltungen und Entwicklungen wären ohne den Kontakt zu verschiedenen „Propheten“ nicht entstanden. Einige waren Künstler-Naturisten, andere neuzeitliche Christusgestalten und wieder andere betrachteten sich als Sozialrevolutionäre. Ihre Bedeutung für die Kunst der Moderne ist in weiten Teilen eine unerzählte Geschichte geblieben. Ihre Namen – Karl Wilhelm Diefenbach, Gusto Gräser, Gustav Nagel sowie Friedrich Muck-Lamberty und Ludwig Christian Haeusser – sind heute fast in Vergessenheit geraten. Zu ihren Lebzeiten waren sie jedoch bei einem breiten Publikum und in Avantgarde-Kreisen weithin bekannt. Auch Künstler und Intellektuelle bewunderten sie, wenn auch oft unter vorgehaltener Hand.
Die SCHIRN widmete diesem Thema eine groß angelegte Ausstellung mit rund 400 Werken mehrerer Künstler wie Egon Schiele, František Kupka, Johannes Baader, Heinrich Vogeler, Joseph Beuys, Jörg Immendorff oder Friedensreich Hundertwasser sowie vielfältigen Dokumentationsmaterialien. Die Ausstellung deckte nicht nur Kausalitäten auf, sie zog auch unerwartete Verbindungslinien und bettete die Propheten und die künstlerische Avantgarde in einen weitreichenden sozial-historischen Kontext ein.
Die Dr. Marschner Stiftung unterstützte 2015 die Ausstellung als Hauptförderer.
Spielplatz St. Hildegard in Frankfurt Fechenheim
Die Kita wurde bereits im Oktober 2013 eröffnet und befindet sich in einem Gebäude der ehemaligen Kirche St. Hildegard, das aufwändig für die Nutzung als Kindertagesstätte umgebaut wurde. In fünf Gruppen werden 86 Kinder im Alter zwischen einem Jahr und sechs Jahren betreut. Die Kinder nutzen drei Stockwerke des Hauses, im Erdgeschoß befinden sich die Räume für Kinder unter 3 Jahren, daneben noch die Küche und Lagerflächen. Im Obergeschoß sind Funktionsräume für Kinder ab drei Jahren untergebracht. Im Kellergeschoss befinden sich ein Mehrzweckraum, ein Beratungsraum, eine Teeküche und Räume für die Mitarbeiter/-innen der Kita.
Die Parkplätze vor dem Haus wurden zu einem ansprechenden Außengelände für die Kinder umgestaltet. Im Jahr 2015 hat die Dr. Marschner Stiftung den Umbau des Außengeländes zum Spielplatz der Kita St. Hildegard großzügig unterstützt.
Foto-Triptychon im Literaturhaus
Die Geschichte des Hauses – von der Alten Stadtbibliothek über den Portikus bis hin zum Literaturhaus – ist seit 2015 im Foyer des Literaturhauses Frankfurt in drei Bildtafeln zu sehen. Gemeinsam mit dem Vorstand der Dr. Marschner Stiftung, Peter Gatzemeier, sowie Hartwig Graf von Westerholt, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Literaturhaus Frankfurt am Main e.V., weihte Literaturhausleiter Hauke Hückstädt die Bildtafeln ein. Viele Gäste aus Verlagen, Stiftungen und Frankfurter Institutionen sowie die städtische Kulturpolitik und zahlreiche Literaturhausmitglieder waren zugegen.
2005 wurde die Alte Stadtbibliothek wiedererrichtet und durch den Einzug des Literaturhauses Frankfurt e.V. zum Literaturhaus der Stadt Frankfurt. Dieses Jubiläum bot den Rahmen für die Einweihung. Die Dr. Marschner Stiftung, ermöglichte die großzügige Finanzierung der Bildtafeln. Stiftungsvorstand Peter Gatzemeier gratulierte dem Literaturhaus zu diesem Jubiläum und zu 10 Jahre „Querdenken“ an der Schönen Aussicht. Das obige Foto zeigt die Bildtafeln im Literaturhaus Frankfurt, fotografiert von Sebastian Schramm.





