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Autor: Simone Krämer

Jubiläumsausstellung August Wilhelm Schlegel

Am 5. September 2017 jährte sich der Geburtstag des Schriftstellers, Übersetzers und Philologen August Wilhelm Schlegel (1767–1845), einer der Hauptfiguren der deutschen und der europäischen Romantik, zum 250. Mal. Vielseitig und ein langes Leben außerordentlich produktiv, war Schlegel der europäischste von allen Romantikern, National- und Universalpoet in einem. Dabei war er längst nicht nur Übersetzer – seine Shakespeare-Übersetzungen gelten bis heute als mustergültig –, sondern auch ein ebenso begnadeter wie gefürchteter Kritiker, Satiriker und Essayist. Nicht zuletzt war er es, der die Gedanken der Romantik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte und den interkulturellen Dialog weit über die deutschen Grenzen hinaus immer wieder aufs Neue suchte.

Die Jubiläumsausstellung im Freien Deutschen Hochstift lässt diesen Universalpoeten der Romantik lebendig werden. Sie zeigt bislang weitgehend unbekannte Originale – Werkmanuskripte, Korrespondenzen, Stücke seiner indischen Sammlung, einen Maternkasten mit den von Schlegel eigens in Paris entwickelten Sanskrittypen, noch nie gezeigte Stücke aus Privatbesitz und vieles mehr – und sie bietet zugleich einen multimedialen Zugang. Im Zentrum steht das interkulturelle Schaffen Schlegels, das sich an jedem seiner Aufenthaltsorte in Europa neu entfaltete und anderen Gegenständen zuwandte. So gerät erstmals das gesamte Spektrum seines Werkes in den Blick.
Zwei Medienstationen nähern sich in der Ausstellung Schlegel digital. Die erste visualisiert sein faszinierendes Briefnetzwerk: Schlegel korrespondierte zeit seines Lebens mit nahezu allen wichtigen Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik quer durch Europa. Die interaktive Visualisierung macht diese Verbindungen sichtbar und zeigt, wie sich die Schaffenszentren des Romantikers im Laufe seines Lebens verlagert haben. In der von Dr. Thomas Burch und Michael Lambertz (Trier Center for Digital Humanities) entwickelten Station können die BesucherInnen Schlegels Netzwerken aktiv nachspüren.

Die zweite Medienstation wurde von Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt gestaltet: Naima Gofran, Yannick Hohmann-Huet, Florian Kind, Anika Klier, Charlotte Köhler, Janica Kuhr, Marvin Luh, Maria Michou, Lisa Morbitzer, Julia Schneider und Mareike Timm haben sich in einem zweisemestrigen Seminar mit den Werken Schlegels und der Jenaer Frühromantiker auseinandergesetzt und Konzeptfilme zu einzelnen Themen entwickelt. Angeleitet wurden sie von Georgios Kontos dwb, Regionalplaner und Leiter des Fachbereichs Kommunalservice, Regionalverband FrankfurtRheinMain.
Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Claudia Bamberg (Philipps-Universität Marburg) und Dr. Cornelia Ilbrig (Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main).

Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, diese Jubiläumsausstellung zu fördern.

100 Jahre Deutsches Ledermuseum

Mit LEDER.WELT.GESCHICHTE. präsentiert das Deutsche Ledermuseum anlässlich seines 100. Geburtstages die zweite Ausstellung im Jubiläumsjahr 2017.

Im Jahre 1917 gründete der Architekt Hugo Eberhardt, damaliger Leiter der Technischen Lehranstalten (später Werkkunstschule, heutige HfG Offenbach), in der florierenden Lederstadt Offenbach am Main das Museum als Sammlung von historischen Vorbildern für die Ausbildung junger Gestalter, Handwerker und Lederwarenproduzenten. Bis heute konnten mehr als 30.000 Objekte aus allen Kulturen und Epochen zusammengetragen werden. Damit ist das Deutsche Ledermuseum die weltweit einzige Einrichtung, die ausschließlich alles rund um das Material Leder und artverwandte Materialien sammelt und präsentiert.

Steinskulptur „Bücher der Weisheit“

Interkulturelle und interreligiöse Begegnungen haben in Offenbach eine besondere Bedeutung. Die verschiedenen monotheistischen Religionen haben gemeinsame Wurzeln, beziehen sich auf Heilige Schriften – wie Thora, Altes und Neues Testament und Koran – und sehen in ihnen Quellen der Weisheit. Auch wichtige philosophische Bücher prägen die Geisteshaltung der Menschen. Die Skulptur „Steinbücher“ symbolisiert die unterschiedliche Herkunft, Religion und Weltanschauung der Offenbacher und das friedliche Miteinander aller Nationen und Glaubensgemeinschaften.

Am Sonntag, dem 1. Oktober, wurde die Steinskulptur „Bücher der Weisheit“, die von der Künstlerin Anna-Maria Kubach-Wilmsen geschaffen wurde, im Martin Luther-Park Offenbach enthüllt und der Stadt übergeben. Die Veranstaltung war begleitet von Sonnenschein und fand viele interessierte Bürgerinnen und Bürger Offenbachs.

 

Die Kinderuni feiert ihr 15-jähriges Jubiläum

Jedes Jahr kurz vor Beginn des Wintersemesters steht die Goethe-Uni Kopf: In großen Pulks nähern sich Schülergruppen dem Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend, aufgeregt redend, rufend, kaum in Zaum zu halten von ihren Lehrern und Begleitpersonen. Dann ist wieder Frankfurter Kinder-Uni, und die Mitarbeiterinnen der Abteilung Public Relations und Kommunikation haben wieder ein umfangreiches „Kinderprogramm“ auf die Beine gestellt: „Echte“ Professoren aus verschiedenen Fachbereichen der Goethe-Universität strengen sich an, um ihren Forschungsbereich kindgerecht rüberzubringen.

Besonders toll war es im Jubiläumsjahr 2017: Es wurde Rumpelstilzchen vor Gericht gestellt, Stofftier-Affen mit einer Kanone durch den Hörsaal geschossen und an Luftballons schweben gelassen, 1200 Bienen und ihre Königin waren zu Besuch und außerdem ist man dem Maler Jan van Eyck auf die Schliche gekommen, der vor 600 Jahren unter einem Frauenporträt das Bild eines berühmten Mannes versteckt hat.

Die nächste Kinderuni findet statt vom 3. bis 7. September 2018, den Termin unbedingt vormerken! Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, die Kinderuni als Hauptförderer zu unterstützen.

Erneute Unterstützung für die Communità Cattolica Italiana

Der geistliche Rat Pfarrer Don Paolo Manfredi und seine pastorale Mitarbeiterin, Frau Krückhans sind seit Jahren die ersten Ansprechpersonen für die Menschen rund um die Gemeinde in der Rathenaustraße 36 in Offenbach. Besonders hilft die Gemeinde in der Winterzeit, wenn vor allem bei älteren Menschen existenzielle Bedürfnisse wie eine warme Mahlzeit nicht immer eine Selbstverständlichkeit sind. Die von nahezu allen Offenbacher Gemeinden mitgetragene Initiative „Essen und Wärme“ ist ein wichtiger Beitrag für die Hilfe an Bedürftigen. Dass Essen mehr als Nahrungsaufnahme bedeutet, wissen vor allem Don Paolo, Frau Krückhans und ihr Team aus Ehrenamtlichen, die solche Abende gestalten. Da wird sich besonders Mühe gegeben, die Gäste mit schön dekorierten Tischen zu erfreuen. Und es geht auch darum, in angenehmer und gepflegter Atmosphäre im Austausch mit anderen eine gute Zeit zu verbringen.

Dies ist nur eine von vielen Aktivitäten, denen sich die Gemeinde widmet. Seelsorge, Kommunions- und Firmungskurse, Bildungsprogramme und vieles mehr gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Italienische Katholischen Gemeinde „Santa Famiglia di Nazareth“. Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, diese wertvolle Arbeit unterstützen zu dürfen.

Tanzplattform Rhein-Main

Mit der Tanzplattform Rhein-Main startet ein dreijähriges Kooperationsprojekt zwischen dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Hessischen Staatsballett. Erstmals schließen sich ein internationales Produktionshaus und die Tanzsparte zweier Staatstheater zusammen, um vielfältige Produktions-, Aufführungs-, und Vermittlungsformate zu entwickeln. Sie knüpfen dabei an die Erfahrungen des von 2006 bis 2015 am Mousonturm wirkenden Tanzlabors 21 an. Geplant sind neben städteübergreifenden Künstlerresidenzen, unter anderem mobile Tanzproduktionen, die urbane und ländliche Räume jenseits konventioneller Theaterräume erobern und ein gemeinsames Festival, das die Präsentation von regional produzierten Stücken mit internationalen Gastspielen verbindet. Mit den gemeinsamen Angeboten möchten die Kooperationspartner Tanzschaffende und den Tanz in der Region nachhaltig stärken, Akteure und Institutionen im Bereich Tanz regional und überregional miteinander vernetzen und ein breites Publikum für den Tanz im Rhein-Main-Gebiet gewinnen.

App für das Museum für Angewandte Kunst

Mit der Präsentation „Elementarteile. Aus den Sammlungen“ zeigt das Museum Angewandte Kunst erstmalig seit seiner Wiedereröffnung im April 2013 eine dauerhafte Ausstellung mit 70 – 80 ausgewählten Stücken aus allen Sammlungsgebieten des Museums. Die neu konzeptionierte Dauerausstellung umfasst einen reichen Bestand an Kunsthandwerk aus Ostasien, Islamischer Kunst, Design, Grafik und Buchkunst aus rund 5000 Jahren und verschiedenen Teilen der Erde. Dabei stechen die Sammlungen im internationalen Vergleich vor allem durch die herausragende Qualität ihrer Einzelstücke und ihre Heterogenität hervor.

Für die digitale Vermittlungsinitiative – basierend auf der neuen Dauerausstellung Elementarteile – unterstützte die Dr. Marschner-Stiftung Phase 1 und Phase 2 einer App-Entwicklung als Förderpartner.

PEACE Ausstellung

AUSSTELLUNG vom 1. Juni bis 24. SEPTEMBER 2017

Tauben, Regenbogenfarben und mit Blumen geschmückte Gewehre: Die Darstellung von Frieden reduziert sich meist auf gängige Klischees und bekannte Symbolik. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt ging in einer diskursiven Gruppenausstellung einen anderen Weg und stellte vielmehr die Frage: Wie geht Frieden eigentlich?

Ausgehend von der Tatsache, dass Frieden in Interaktion und Kommunikation zwischen Menschen und allen im Ökosystem existierenden Akteuren deutlich wird, richtet die Ausstellung den Blick auf Aspekte, die das (Zusammen-)Leben des Menschen seit jeher sichern und ermöglichen, etwa Wasser, Tiere, Pflanzen, Sprache oder Geschenkökonomie.
Zahlreiche Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, unter anderem von Pia Camil, Jan de Cock, Minerva Cuevas, Ed Fornieles, Surasi Kusolwong, Isabel Lewis, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Agnieszka Polska und Timur Si-Qin, boten eine neue, zeitgenössische Perspektive auf dieses Thema.

 

Auch 2018 wird die Unterstützte Kommunikation an Förderschulen und in der Inklusion weiter gefördert

„Unterstützte Kommunikation“ steht für pädagogische und therapeutische Maßnahmen, die eine Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen bezwecken, die sich nicht ausreichend über die Lautsprache verständigen können. In der Didaktischen Werkstatt im Fachbereich 4 der Goethe-Universität Frankfurt wurde in diesem Zusammenhang ein Praxisprojekt aufgelegt, an dem Studierende des Lehramts an Förderschulen teilnehmen können. Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts begleiten und fördern über ein Schuljahr unterstützt kommunizierende Schülerinnen und Schüler im Klassenunterricht sowie in der Einzelförderung.

 

In den Förderschwerpunkten „geistige“ beziehungsweise „körperliche und motorische Entwicklung“ ist die Unterstützte Kommunikation eine wichtige Querschnittsaufgabe. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ist – um in den Dialog zu kommen und vom Unterricht zu partizipieren – auf Hilfe angewiesen.

Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, neun Plätze an insgesamt acht Frankfurter und Offenbacher Schulen zu unterstützen. Das Projekt lebt unter anderem von der Vielfältigkeit der Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern. Manche der jungen Menschen werden dabei noch lernen, was sie durch Kommunikation bewirken und wie sie mit Kommunikationshilfen (Sprachausgabegeräte, Gebärden oder Bildsymbole) in den Dialog kommen können. Geübte können nahezu alles, was sie sagen wollen, mit Hilfe eines Sprachcomputers ausdrücken, welcher im konkreten Fall mit den Augen gesteuert wird.

Im Großen und Ganzen geht es darum, Situationen im Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen wirkungsvoller einbringen können. Die Vermeidung von Missverständnissen ist ein weiteres Ziel der Unterstützten Kommunikation. Bislang zeigt sich insgesamt, dass das Projekt durch die intensiven Lernerfahrungen der Teilnehmenden und die kontinuierliche Arbeit der Studierenden sehr erfolgreich ist und auf große Resonanz trifft.

Das UK-Praxisprojekt wird vom Staatlichen Schulamt für den Landkreis Offenbach und der Stadt Offenbach am Main sowie seit 2015 durch die Dr. Marschner Stiftung gefördert.

Neueröffnung von Waldzoo Offenbach

Nach zweijährigem Umbau war es endlich soweit: der beliebte Stadtzoo Offenbach wurde im Beisein des Stadtkämmerers Peter Freier am 18. Oktober offiziell übergeben. Die Dr. Marschner-Stiftung und der gemeinnützige Unterstützungsverein des Rotary-Clubs Offenbach fördern seit 2015 die umfangreiche Sanierung mit insgesamt 145.000 Euro.

Die Stiftung spendete einen Großteil der Summe für elementare Baumaßnahmen, der Rotary Club erstellte das Konzept und koordinierte die Arbeiten ehrenamtlich. Seit der Gründung des Waldzoos in 1965 halfen vor allem ehrenamtliches Engagement des Zooteams, als auch Spenden und Zuschüsse der Stadt Offenbach, das Areal in Ordnung zu halten. Die Sanierung von Grund auf hat sich gelohnt: die Besucherinnen und Besucher können sich nun über einen neuen Pavillon, erneuerte Sanitärräume und einem modernisierten Spielplatz freuen.