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Autor: Simone Krämer

Ein Türöffner in die berufliche Zukunft

Wer glaubt, Karriere beginne erst nach dem Abschluss des Studiums, hat „Grow@Goethe“ noch nicht kennengelernt. Das Mentoring-Programm der Goethe-Universität Frankfurt bringt mit Unterstützung der Dr. Marschner Stiftung jedes Jahr bis zu 350 Studierende mit berufserfahrenen Mentorinnen und Mentoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen. Über einen Zeitraum von acht Monaten entstehen so nicht nur wertvolle Kontakte, sondern oft auch echte Perspektiven. In Workshops, Networking-Events und individuellen Gesprächen erhalten die Teilnehmenden Einblicke, die kein Seminar ersetzen kann. Insbesondere profitieren Erstakademiker oder auch ausländische Studierende, die meist nicht über familiäre oder berufliche Netzwerke in Frankfurt und der Region verfügen. So trägt das Programm direkt zur Chancengerechtigkeit und Diversität in der Uni und Region bei. Besonders wertvoll: Mehr als 70 % der Mentees berichten nach dieser Zusammenarbeit von klareren Karrierezielen. „Grow@Goethe“ ist damit weit mehr als ein Zusatzangebot – es ist ein Türöffner in die berufliche Zukunft.

Produktive Teilhabe am Leben Frankfurts

„Ich sehe das, was Du nicht siehst“ soll das Motto des als Sonderbeilage gestalteten, ersten Jugendmagazins im Journal Frankfurt sein. Die Idee zu diesem Thema hatten Schüler der Wöhlerschule und des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums in ihrer „Kick off“ Sitzung mit Redakteuren des Journals. Die 25 Jugendlichen werden aber nicht nur Ideen liefern, sie werden den gesamten Arbeitsprozess eines Magazins mit Hilfe der Redakteure kennenlernen, gestalten und redaktionell umsetzen. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch die Dr. Marschner Stiftung. Hintergrund der Zusammenarbeit ist es die Kommunikation Jugendlicher von Social Media Kanälen weg, zu klassischen Medien zu lenken. Die Schulen ebenso wie das Journal Frankfurt möchten junge Menschen wieder für das kulturelle und politische Leben ihrer Stadt begeistern und ihnen eine produktive Teilhabe ermöglichen. Das dies weit über die Macher des Magazins hinaus funktionieren wird, garantiert schon allein die Auflage der Jugend-Beilage: Sie wird in alle 15.000 Exemplaren des Journals einsortiert und ebenso digital zu lesen sein. Ab 27. August am Kiosk.

Frankfurt als Zentrum der Filmpolitik

In seiner 19. Ausgabe präsentierte das LICHTER Filmfest Frankfurt International mehr als 100 Filme aus aller Welt, darunter zahlreiche Welt- und Deutschlandpremieren, und brachte Gäste wie Dominik Graf, Lars Eidinger, Maren Eggert, Burghart Klaußner, Gesine Schwan, Harald Welzer und Claus Kleber nach Frankfurt. Dank des parallel stattfindenden Kongresses „Zukunft Deutscher Film“ wurde die Mainmetropole einmal mehr zum Zentrum der Filmpolitik. Neben der allgemeinen Unterstützung des Frankfurter Cineasten Festes, ermöglichte die Dr. Marschner Stiftung insbesondere den Wettbewerb „Regionaler Langfilm“. 2026 erhielt „In Case We Never Meet Again“ des Regisseurs Noah Deshe den Hauptpreis des Festivals. Der Dokumentarfilm erzählt vom Krieg in der Ukraine, der das Land von einem auf den anderen Tag auf den Kopf stellte. Wie geht dort, wo Krieg herrscht, das Familien- und Beziehungsleben weiter? Nachdem er in Frankfurt seine Premiere feierte, kommt er ab 28. Mai in die Deutschen Kinos.

Ein tosender Applaus für alle Beteiligten

Kann man Spaß und Leidenschaft beurteilen? Eigentlich nicht. Und so ist es für die Jury beim Nachwuchswettbewerb „Grüne Soße Festival macht Schule“ beinahe unmöglich, einen Sieger zu küren. Am Ende des ereignisreichen Vormittags steht aber dennoch eine Gewinnerklasse fest. Und das ist auch gut so: denn die Schüler nehmen die Zubereitung des kulinarischen Kulturgutes Hessens durchaus ernst. An 7 Tagen treten jeweils 7 Schulklassen beim Verarbeiten der berühmten 7 Kräuter gegeneinander an. Unterstützt wird dieses genussfreudige Spektakel vornehmlich durch die Dr. Marschner Stiftung. Aber es geht nicht nur allein um Essen und Trinken. Dem Motto des gesamten Kleinkunstfestivals folgend wird den Schüler zwischendurch auch ein Theaterstück geboten. Ebenso können sie Profiköche, die die Klassen bei der Zubereitung der jeweiligen Saucen unterstützen, alles fragen, was ihnen in den Sinn kommt. Und: Das Gemeinschaftsgefühl der Kinder wird gestärkt, das Kennenlernen anderer Schulen ermöglicht. Wie gut auch dies funktioniert, sieht man bei der Preisübergabe zum Schluß: Nicht jede Klasse jubelt einzeln, egal, wer auf die Bühne gerufen wird, es gibt immer einen tosenden Applaus.

Die archäologisch spektakuläre „Frankfurter Silberinschrift“ ist sicher

Nur 3,5 Zentimeter groß, dünn zusammengerollt und rund 1800 Jahre alt: Die „Frankfurter Silberinschrift“ gehört zu den spektakulärsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre. Bemerkenswert ist vor allem ihre Datierung, mit der sie zu einem der frühesten sicheren Nachweise eines eindeutig christlichen Textes nördlich der Alpen wird. Dank der Dr. Marschner Stiftung, die dem Frankfurter Archäologischen Museum die Anschaffung einer Hochsicherheitsvitrine mit Schadstofffilterung ermöglichte, kann der einzigartige Fund sicher, konservatorisch korrekt und für das Publikum attraktiv präsentiert werden. Die „Frankfurter Silberinschrift“ begeistert nicht nur Experten weltweit sondern zieht viele neue Besucher in das Museum in der Karmelitergasse. Und nachdem auch die Polizei die neue Vitrine sicherheitstechnisch abgenommen hat, kann Dr. Wolfgang David, Leiter des Hauses, wieder „deutlich ruhiger schlafen“.

In einem Museumsraum sind drei besondere Teppiche zu sehen

Gesellschaftspolitische Kommentare in ungewöhnlicher Materialität

Widerstand ist insbesondere in der aktuellen Zeit ein häufig genutztes, fast schon abgenutztes Wort. Welch vielschichtige und tiefgreifende Bedeutung Widerstand tatsächlich beinhaltet, wird in der außergewöhnlichen Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand“ des Frankfurter Museums für Angewandte Kunst sichtbar, unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung. Die Schau präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, darunter Arbeiten von William Kentridge und Tobias Rehberger, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung werden thematisiert und hinterfragt. Über diese gesellschaftspolitischen Kommentare hinaus, sprengen die Tapisserien durch ihre ungewöhnliche Materialität und Dreidimensionalität Räume der traditionellen Wahrnehmung. Bis 24. Mai 2026.

Gemälde wird erklärt

In neuem Glanz: Gemälde im Offenbacher Trausaal

Der richtige Rahmen ist wichtig. Sowohl bei einer Trauung als auch bei großformatigen Gemälden der letzten Jahrhundertwende. Dass es bei Beidem wieder passt, hat die Dr. Marschner Stiftung in Offenbach ermöglicht. Nach zwei Jahren Sanierung und Restaurierung wurde der Trausaal im historischen Büsingpalais wiedereröffnet. Dieser nicht nur für Ehepaare sondern für viele Menschen in Offenbach besondere und emotionale Ort erstrahlt nun wieder in neuem und frischem Glanz. Die Dr. Marschner Stiftung engagierte sich hierbei insbesondere für die Restaurierung der im Trausaal hängenden Arbeiten „Italienische Stadt“ von Leonhard Paulus und „Am Canal Grande in Venedig“ von Karl Kaufmann. Die jahrzehntealten Schmutzablagerungen auf den Werken wurden entfernt, die Goldrahmen wieder aufgearbeitet. Die Attraktivität des Standesamtes im Palais hat nun sichtlich wieder gewonnen und lockt hierdurch nicht nur zukünftige Paare sondern auch Kunstinteressierte aus der ganzen Rhein-Main-Region nach Offenbach. 

Baumsetzlinge im Spätherbst

Ein neues Stück lebendige Stadtnatur

Menschen sind nur am Anfang involviert, danach dürfen sich Bäume, sonstige Pflanzen und Tiere ohne Einfluss entwickeln wie sie möchten. Das ist das einfache Grundprinzip eines Tiny Forests. Sich selbst überlassen, soll sich der kleine Wald, bevorzugt in Gebieten angepflanzt, in denen sonst nicht viel Grün zu finden ist, als kleine Wildnis entwickeln und so zu einem natürlichen Refugium für Insekten und Vögeln werden. Durch die Intervention, die ein Tiny Forest insbesondere im Stadtgebiet bedeutet, kann darüberhinaus Aufmerksamkeit für die aktuellen Probleme unseres Ökosystems, wie Rückgänge der Artenvielfalt und Biodiversität, erzeugt werden. Dieses große Thema hat sich mit Konzentration auf die Frankfurter Bertramswiese der Verein „Natürliche Betramswiese e.V.“ schon seit über zehn Jahren zum Ziel gesetzt. Da war ein Tiny Forest-Pflanztag, unterstützt durch die Dr. Marschner Stiftung, nur die natürliche Konsequenz. Und wie tief das Thema bereits in Frankfurt angekommen ist, zeigte sich daran, dass rund 100 Freiwillige bis zu 360 Bäume pflanzten, um so ein neues Stück lebendige Stadtnatur entstehen zu lassen.

Eine Studentin hilft einem Mädchen beim Hausaufgaben machen

Ein vertrauensvolles Umfeld zum Fehler machen und Lernen

„Wir sind ein Ort, an dem die Mädchen Fehler machen dürfen, um daraus zu lernen,“ erklärt Samira Bachiri, Leiterin des Mädchenbüros in Frankfurt Bockenheim. Kurz darauf kommt ein Mädchen von der Nachmittagsschule zur Tür herein, drückt die Leiterin im Vorbeigehen und nimmt sich im Aufenthaltsraum hungrig einen Teller Couscous. In den hinteren, ruhigen Zimmern sitzen Mädchen bereits konzentriert über ihren Hausaufgaben. Das Konzept geht auf: In einem vertrauensvollen Umfeld erfahren bis zu 30 Mädchen zwischen 10 und 19 Jahren uneingeschränkte Unterstützung und Förderung. Sie kommen gern hier her, um zu reden, zu spielen, aber vor allem auch um zu lernen. Die professionelle Hausaufgaben- und Lernbetreuung wird von zwei studentischen Hilfskräften (Ermöglicht durch die Dr. Marschner Stiftung) ebenso wie von Samira Bachiri gezielt auf jedes einzelne Mädchen zugeschnitten. Sie kennen deren tägliches Programm, ihre Sorgen und Nöte. Meist sind es Mädchen mit Migrationshintergrund, aus Intensivklassen oder bildungsbenachteiligten Haushalten. Aber grundsätzlich darf jedes Mädchen kommen, das sich an die Regeln hält. Denn auch diese gehören zu einem geordneten Arbeiten, trotz aller Motivation und Herzlichkeit.

Geschichten aus dem Leben gegriffen

„Die zweite Prinzessin“, „Verpappt“ oder „Entenkleider – Schwanenkinder“: Hinter jedem der kreativen Kindertheater-Titel verstecken sich lustige, bunte aber auch lehrreiche und aus dem Leben gegriffene Geschichten. Wie gut diese ankommen, sieht man am vollbesetzten Haus des Theaterateliers 14H in Offenbach. Neben dem Abendprogramm ist das Repertoire an Stücken für Kinder ab vier Jahren, das die Dr. Marschner Stiftung unterstützt, ein wichtiges und beliebtes Standbein des seit bald 20 Jahren bestehenden Projektes. „Wir versuchen den Samen für eine lebenslange Theaterbegeisterung zu säen,“ so Ulrike Happel, ebenso wie Sabine Scholz Hauptprotagonistin der Aufführungen, zuständig für Requisite, Kostüme, Mitglied im Trägerverein des Projektes und vieles mehr. Zumindest dieses Aussäen bei den Kleinsten klappt hervorragend: Das Lachen, das durch den Zuschauerraum schallt ist ansteckend, die großen Augen und offenen Münder bei spannenden Szenen zeugen von absoluter Begeisterung.