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Autor: reDim GmbH

Immer in Bewegung – Frankfurt und die Mobilität

15 km/h wird dem ersten Laufrad als Höchstgeschwindigkeit zugeschrieben. Ein Tempo, das die damalige Gesellschaft zum Jubeln aber auch zum Grübeln brachte. Bis heute spalten die unterschiedlichen Möglichkeiten und Facetten der Mobilität die Menschen, insbesondere in Großstädten. Die Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“ im Historischen Museum Frankfurt nimmt diese komplexe Lage aus einem aktuellen Blick als Ausgangspunkt und setzt sie in Beziehung zur Mainmetropole. Unterstützt wird das Haus hierbei durch die Dr. Marschner Stiftung als Hauptförderer der Schau. Zu sehen sind unter anderem zehn Themeninseln, die sich etwa mit „Tempo und Zeit“, „Entfernung und Pendeln“ oder „Stillstand“ auseinandersetzen. Drei Hauptstränge führen den sich durch die Ausstellung bewegenden Besucher: Die Stadtgeschichte Frankfurts, das Fahrrad und zeitgenössische künstlerische Positionen. Bis 14. September 2025.

„Frankfurt forever!“ – Dank Carl Friedrich Mylius

Eine Reise durch die Zeit – ermöglicht durch das hervorragende Auge, die unendliche Geduld und die Liebe zu seiner Heimatstadt des in der Frankfurter Töngesgasse geborenen Carl Friedrich Mylius (1827-1916). Wie kaum ein anderer Fotograf prägte Mylius das Bild der Stadt am Main und hielt ihre berühmten Sehenswürdigkeiten fest. Von der Zeil, dem Eschenheimer Turm, über den Römer bis hin zum Mainufer: Mylius’ Fotografien ermöglichen einen einzigartigen Blick auf das Frankfurt der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vor über 150 Jahren bewahrte er so die Erinnerung an zahlreiche Orte der heutigen Mainmetropole und dokumentierte zugleich den zeitgeschichtlichen Wandel der Stadt. Das Städel Museum widmet mit der Ausstellung „Frankfurt forever! Fotografien von Carl Friedrich Mylius“, die von der Dr. Marschner Stiftung unterstützt wird, dem Wegbereiter der Architekturfotografie die erste große Einzelausstellung. Bis 1. Juni 2025.

„Entfesselte Bilder“ einer dynamischen Reise

Und sie läuft, läuft und läuft. Franka Potente als „Lola“ rennt so lange und ausdauernd durch Berlin, dass selbst der Zuschauer außer Puste kommt. Welch technische Raffinesse hinter dieser dauerhaften Sequenz in Tom Tykwers Filmklassiker steckt, ist aber den wenigsten bekannt. Sogenannte „Long Takes“, „One Shots“ oder „No Cuts“ stehen im Fokus der großen Sonderausstellung „Entfesselte Bilder“ im Deutschen Filminstitut Filmmuseum in Frankfurt (DFF). Hinter diesen kompakten Begriffen verstecken sich Filmszenen, die aus einer einzigen, ungeschnittenen Einstellung bestehen, und innerhalb derer aufwendige Kamerafahrten ausgeführt werden. Die Ausstellung im DFF, die durch die Dr. Marschner Stiftung ermöglich wurde, spannt einen weiten filmhistorischen Bogen von den ersten Versuchen in der Stummfilmzeit bis zu den One Shot-Filmen des 21. Jahrhunderts und bietet Besuchern eine dynamische Reise durch die Historie der Kamerakunst. Bis 1. Februar 2026.

Grüne Sauce machen will gelernt sein

Ein leckerer Kräuter-Duft liegt in der Luft, wildes Gemurmel und Kichern dringt ans Ohr: Betritt man das Festzelt des „Grüne Soße Festivals“ am Vormittag, wenn die Kleinkünstler vom Abendprogramm noch nicht am Start sind, versteht man, warum das Festival diesen Namen trägt. Hier wird Grüne Sauce in Handarbeit literweise hergestellt. Und zwar nicht von Profiköchen, sondern von begeisterten Grundschulkindern. Beim Nachwuchswettbewerb „Grüne Soße Festival macht Schule“ 2025 treten an 7 Tagen jeweils 7 Schulklassen beim Verarbeiten der berühmten 7 Kräuter gegeneinander an. Unterstützt wird dieses genussfreudige Spektakel unter anderem durch die Dr. Marschner Stiftung. Nachdem jede Klasse einen Pott Sauce zusammengerührt hat, präsentieren sie ihre Kreation einer Fachjury aus Köchen, Unterstützern und Kreativen. Es gibt zwar zum Schluss eine Gewinnerklasse, aber da Geschmäcker bekanntlich unterschiedlich sind, sind alle der über 1000 beteiligten Schüler am Ende Sieger.

Stimmungen und Schwingungen

Wer sind wir? Wie werden wir wahrgenommen? Wie ist unser Verhältnis zur Außenwelt? Immer wieder scheinen sich junge Menschen mit diesen Fragen auseinander zu setzen, sich an diesen zu reiben und manchmal sogar an ihnen zu verzweifeln. Doch jede Generation hat ihre eigene Ausdrucksweise für diesen Disput. Der Frankfurter Kunstverein präsentiert in seiner Ausstellung „And This is us“ 12 Künstlerinnen und Künstler die gerade dabei sind, ihre eigene Ausdrucksform zu festigen. Es ist die fünfte Ausgabe des zweijährigen Projektformates, das die Dr. Marschner Stiftung von Anfang an unterstützt. Der Kunstverein gibt den Nachwuchstalenten aus Kunsthochschulen in Frankfurt, Offenbach und Mainz hierbei Beratung, Begleitung und fungiert als institutionelle Bühne und als Sprungbrett in die weite Kunstwelt. „And This is us“ möchte die Schwingungen und Stimmungen junger Kunstschaffender aufnehmen und unmittelbar sichtbar machen. Bis 31. August 2025.

Am original Schreibtisch des legendären Frankfurter Verlegers

Mit einem Rollgitter schützte Siegfried Unseld zu Lebzeiten seine Bibliothek vor neugierigen Blicken und zu vielen Gästen. Nur durch Schlitze konnte man sehnsüchtig auf Erstausgaben von Walter Benjamin und Ernst Bloch schauen. 2002 verstarb der bedeutende Verleger und legendäre Leiter des Suhrkamp Verlages in Frankfurt am Main. Über zwanzig Jahre später gelang es der Frankfurter Bürgerstiftung nun endlich dessen private Arbeitsbibliothek plus original Schreibtisch und Diktiergeräte zu erwerben und mit Unterstützung der Dr. Marschner Stiftung in ihren Räumen im Holzhausenschlösschen überwiegend zugänglich zu machen. 7.500 von insgesamt 11.500 Bänden, darunter zahlreiche Bücher mit Eintragungen, Vermerken und Kommentaren von Unseld oder den Autorinnen und Autoren, können nun  – immerhin nur noch  – nach Voranmeldung besichtigt und zu Forschungszwecken genutzt werden.