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Autor: reDim GmbH

Ausgezeichnet Ausgestellt 2025

MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität, „SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften“
(9. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026)

Der Preis „Ausgezeichnet Ausgestellt“ geht für das Jahr 2025 an die Schau „SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften“ im MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität. Die Auszeichnung hebt die Bedeutung einer ganzheitlichen Arbeit von Kuratorinnen und Kuratoren sowie kulturellen Einrichtungen hervor. Mit Dr. Katrin Kolk und Dr. Tim Pickartz erhält erstmals ein Kuratorenteam diese Anerkennung der unabhängigen, siebenköpfigen Jury.

Am Donnerstag, dem 26. März 2026, wird der Preis zum achten Mal in Folge bei einem Festakt der Stiftung im Frankfurter Literaturhaus überreicht. Es sprechen neben Stiftungsvorstand Peter Gatzemeier, Dr. Andrea Haller, Mitglied der Jury, der Präsident der Goethe-Universität Prof. Dr. Enrico Schleiff, Ina Neddermeyer, Direktorin Museum Giersch der Goethe-Universität, und das Kuratorenteam des Museums Dr. Katrin Kolk und Dr. Tim Pickartz.

Pressemeldung Verleihung für 2025

Bisherige Auszeichnungen

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Zurück im Rampenlicht der Kunstwelt

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt hat wieder eine Entdeckung gemacht. Eine Entdeckung, die vielleicht noch besser als verdiente Freilegung zu bezeichnen wäre. Nach intensiver Recherche, geduldigem Entwirren historischer Verdrehungen und dem standhaften Beseitigen männlicher Überschattungen, widmet die Schirn – gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich – nun der Pionierin der Dada-Bewegung ihre weltweit erste Retrospektive: Suzanne Duchamp kehrt ins Rampenlicht der Kunstwelt zurück. Obwohl Duchamps Werke in Sammlungen rund um den Globus vertreten sind und sie zu Lebzeiten bestens in Kunstkreisen vernetzt war, stand ihre künstlerische Bedeutung lange im Schatten ihrer Brüder und ihres Ehemanns. Die Retrospektive präsentiert nicht nur rund 80 Collagen, Gemälde und Fotografien, sondern arbeitet anhand eines integrierten, ausführlichen Biografieteils die künstlerische Eigenständigkeit und Freiheit Duchamps heraus. Die erste große Schau in den Interimsräumen der Schirn Kunsthalle Frankfurt wird von der Dr. Marschner Stiftung unterstützt. Bis 11. Januar 2026.

Frankfurter Kinder-Uni: Ein kleiner Baustein für die Zukunft

Donnernd betreten Gladiatoren das Audimax der Frankfurter Goethe-Universität. Ein Zahntechniker bekommt unter Stöhnen von Grundschulkindern einen Gipsabdruck angepasst. An riesigen Spritzen erklärt ein Mediziner dem vollbesetzten Saal wie das eigentlich mit dem Impfen wirklich funktioniert. Seit über zehn Jahren unterstützt die Dr. Marschner Stiftung nun die Frankfurter Kinder-Uni und ermöglicht so den „jüngsten Studenten“ Frankfurts die altersgerechte Auseinandersetzung mit oft anspruchsvollen Themen. Genau hierfür steht die Kinder-Uni: Wissenschaftler finden den richtigen Dreh, Kinder für komplizierte Materie mit Spaß und Spannung zu begeistern. Deshalb ist dieses Projekt nicht nur ein unterhaltend informativer Tagesausflug in die Welt der Universität und Wissenschaft, sondern auch ein kleiner Baustein für die chancenreiche Zukunft unserer Gesellschaft.

Offen, freundlich und modern – die Frankfurter Alte Oper

Besondere Begegnungen, einzigartige Sternstunden und große Momente – das zeichnet die Europaweit berühmte Alte Oper in Frankfurt aus. Damit diese nicht nur in der Erinnerung der Konzert- und Kongressbesuchenden Bestand haben, sind Impressionen
des vielfältigen Programms seit dieser Saison in einer von Wonge Bergmann kuratierten Fotoausstellung in den Wandelgängen des Hauses zu sehen. Die neuen Exponate sind sicherlich die auffälligste Veränderung, doch für die Alte Oper ist es vielmehr
entscheidend, dass die Wandelgänge endlich einer vollständigen Renovierung unterzogen wurden. Mit neuen Sitzmöbeln, Holzlamellen und eigens angepasstem Lichtkonzept erhalten die Gänge eine hellere, freundlichere, offenere Anmutung. Über ausgehängte QRCodes gelangen die Gäste zudem auf eine digitale Ebene der Ausstellung und haben einen bequemen und unmittelbaren Zugriff auf weitere Bilder und Informationen. Diese wichtige Gesamt-Modernisierung der Wandelgänge wurde von der Dr. Marschner Stiftung – ebenso wie bereits 2021 die Erneuerung des Clara Schumann Foyers – mit ermöglicht.

Was eine erfolgreiche Band eben so braucht

Cindy: Gesang und Keyboard; Andreas: E-Gitarre und Saxophon; Alexander: Keyboard; Lukas: elektronisches Schlagzeug; Farid: Schlagzeug: Das ist die Gruppe „Blumenstrauß“. „Blumenstrauß“, eine bunte Kombination diverser Individuen, gemeinsam ein kreativer Verbund. Wie passend dieser Name ist, wird beim Auftritt der inklusiven Band der Behindertenhilfe Offenbach e.V. klar. Jeder ist eine einzigartige Persönlichkeit, aber wenn sie gemeinsam loslegen, ist jeder Song eine Wucht. Wie das bei erfolgreichen Bands eben so ist. Und erfolgreich ist „Blumenstrauß“ auf jeden Fall. Sie spielen bei regionalen Festivals, ebenso wie deutschlandweit, z.B. beim Social Olympics-Festival in Berlin. Öffentliche Auftritte sind für die Band ganz besonders wichtig, da sie so über ihre musikalischen Ambitionen hinaus, zeigen, dass Menschen mit Handicap Teil unserer Gesellschaft sind. Die Koordination von „Blumenstrauß“ übernimmt Alexander Hagen von der Behindertenhilfe, finanziell unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung. Dazu gehört das Schreiben von Pressetexten, die Zusammenstellung des Equipments und die Planung der nächsten CD. Was eine erfolgreiche Band eben so braucht.

„Aha?!“ – Naturkunde zum Anfassen

Vogeleier sind unterschiedlich groß und die Knochen der Menschenaffen sind unseren tatsächlich ähnlich. Aha! Wer hätte das gedacht…. . Die „Aha?! Forschungswerkstatt“ im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt ermöglicht kleinen und großen Forschern sich selbst ein Bild von naturwissenschaftlichen Phänomen zu machen, selbst mitzuforschen und sogar selbst zu entdecken. Die Forschungswerkstatt ist ein separater Bereich im Museum mit Sammlungs-, Arbeitsplatz und Laborcharakter. Ein Team des Museums beantwortet an sechs Tagen in der Woche Fragen, hilft beim Umgang mit Binokularen und Mikroskopen. Alle Objekte – ob präparierter Waschbär, Schädel oder Fossilien – dürfen untersucht und berührt werden: Ein Museum zum Anfassen. Angesprochen werden sollen vor allem Individualbesucher wie Erwachsene, Jugendliche und Familien mit Kindern ab 8 Jahren während der normalen Öffnungszeiten. Aber auch Schulgruppen können nach Anmeldung vorbeischauen. Die Dr. Marschner Stiftung unterstützt die „Aha?! Forschungswerkstatt“ in einer Stiftungsallianz gemeinsam mit sechs weiteren Frankfurter Stiftungen und freut sich so mitzuhelfen, Naturkunde erlebbar zu machen.

Umweltlernen in Frankfurt

Was passiert wenn die Eisberge schmelzen? Wie wird Strom genau hergestellt? Über 600 Schülerinnen und Schüler erhalten im „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ (SdN) Bildung für nachhaltige Entwicklung. Unterstützt werden die Grundschullehrerinnen hierbei durch den Verein „Umweltlernen in Frankfurt“. Die Inhalte reichen vom Klimawandel über Mobilität, Recycling bis zu Wasser & Kinderrechte. Mindesten ein Schuljahr lang besuchen Expertinnen des Vereins Schulen in allen Stadtteilen Frankfurts. Danach wird eine Auswahl an Unterrichtsmodulen im Sachunterrichtscurriculum integriert und damit strukturell verankert. Die Module werden dann von den Lehrerinnen eigenständig durchgeführt. Materialien, Arbeitsblätter und Ablaufpläne werden vom SdN-Team zur Verfügung gestellt. Zusätzlich bietet der Verein Beratungen und Fortbildungen an. Neben dem umweltdidaktischen Aspekt, gilt es auch, die Kinder psychisch zu stärken. So werden zum Beispiel Extremwetterereignisse auch in Deutschland wahrgenommen und von den Kindern zunehmend als belastend empfunden. Die Dr. Marschner Stiftung unterstützt das SdN langfristig.

Bilder sind Türöffner

Wut, Angst, Trauer, Einsamkeit oder Isolation – sehr persönliche Themen, die in den Bildwelten der krebskranken Patienten des Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) des Universitätsklinikums Frankfurt augenscheinlich werden und heraustreten. Gemeinsam mit einer professionellen Kunsttherapeutin malen, zeichnen oder töpfern Krebspatienten oft im Rahmen einer palliativen Behandlung im UCT ein bis zweimal in der Woche. In begleitenden Gesprächen und der genauen Betrachtung der Werke zeigt sich Bewusstes oder Unbewusstes. Die Bilder fungieren hier als Türöffner für sowohl die Therapeutin als auch die Patienten. Neben der medizinischen Hilfe kann durch den Einsatz von Kunsttherapie die Bewältigung der Krankheit unterstützt werden. Dies macht für die Betroffenen insbesondere über mehrere Monaten und Jahre hinweg Sinn. Die Dr. Marschner Stiftung hilft daher die Stelle der Kunsttherapeutin des UCTs über einen längeren Zeitraum zu sichern und so die begleitende psychosoziale Versorgung der Patienten zu garantieren.

Nicht allein Funktionalität auch Ästhetik ist entscheidend

Nicht nur Angela Merkel und Kamala Harris wissen eine nützliche aber auch gut aussehende Aktentasche zu schätzen. In der Ausstellung „immer dabei: DIE TASCHE“ im Deutschen Ledermuseum wird darüber hinaus deutlich, dass die Menschen seit gut drei Jahrtausenden bei ihren Beuteln, Taschen und Säcken nicht nur auf Funktionalität sondern auch Ästhetik Wert legen. In einer vielseitigen Ausstellung taucht das Offenbacher Haus in die Kulturgeschichte der Tasche als weltweit verwendeter Gebrauchsgegenstand, Modeartikel und Luxusgut ein. Über 200 Exponate vom altägyptischen Lederbeutel, über mittelalterliche Gürteltaschen bis zu praktischen Rucksäcken, eleganten Handtaschen sowie einer Einkaufstüte aus biologisch abbaubarem Plastik erzählen die spannende Kulturgeschichte des wichtigsten Accessoires der Menschheit. Die von der Dr. Marschner Stiftung maßgeblich unterstützte Schau „immer dabei: DIE TASCHE“ präsentiert Objekte vornehmlich aus Europa ebenso wie aus Asien, Afrika oder Amerika und legt mit Exkursionen wie zur Offenbacher Taschen-, und Lederwaren Produktion lokale Schwerpunkte. Bis 10. August 2025.

Mit viel Komik, Satire und einer Prise Gesellschaftskritik

Eine satirische Operette von Jacques Offenbach in der Frankfurter Volksbühne unter der Regie von Michael Quast und Sarah Groß: „Die Großherzogin von Gérolstein“ – Es gibt kaum eine bessere Garantie für einen unterhaltsamen Abend mit viel Musik, Witz und Poesie. Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, diese leidenschaftliche Inszenierung im Cantate-Saal der Volksbühne im großen Hirschgraben zu unterstützen. In einer neuen Textfassung ist „Die Großherzogin von Gérolstein“ eine klassische Liebeskomödie mit Irrungen und Wirrungen, gewürzt mit einer Prise Gesellschaftskritik und Melancholie. Die Volksbühne selbst steht für einen kritischen und zeitgemäßen Umgang mit Stoffen und literarischen Vorlagen ebenso wie für eine offensive Komik in der Darbietung. Sie verfolgt so die Tradition des Volkstheaters und entwickelt diese erfolgreich weiter. Ab 10. Oktober 2024.