Aus schlichten Grüßen wurden kleine Kunstwerke

„Ich liebe Dich entsetzlich…“, und „Schenken Sie mir Ihr Wohlwollen, oder…“ – ein Betrachter schmunzelt unweigerlich, wenn er durch die aktuelle Ausstellung „Vergnügen durch Verwandlung – Bewegliche Glückwunschkarten aus der Zeit der Romantik“ im Deutschen Romantik Museum schlendert. Billets mit Klappen, Scheiben und Hebeln, die Szenen verwandeln, Figuren in Bewegung setzen und Botschaften übermitteln, begeisterten selbst den großen Goethe. Der Fantasie war keine Grenzen gesetzt, bei der allseits beliebten Modeerscheinung beweglicher Karten zwischen 1796 und etwa 1820. Aus schlichten Grüßen entwickelten sich in dieser Zeit kleine Kunstwerke. Die liebevoll gestaltete Ausstellung, unter anderem durch die Dr. Marschner Stiftung ermöglicht, wurde angeregt durch die Schenkung eines privaten Sammlers und wird ihrem Titel mehr als gerecht. Ergänzt durch bewegliche Kinderbücher, Papierspielzeuge der Zeit, aber auch aktuellen Bezügen, entfaltet die Schau den Zauber einer Epoche, der Verwandlung Vergnügen bereitete. Bis 6. September 2026.