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Gesellschaftspolitische Kommentare in ungewöhnlicher Materialität

Außergewöhnliche Inhalte in ungewöhnlicher Materialität: Ausstellungsansicht „Wolle. Seide. Widerstand“. Copyright Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt. Foto: Dr. Marschner Stiftung

Widerstand ist insbesondere in der aktuellen Zeit ein häufig genutztes, fast schon abgenutztes Wort. Welch vielschichtige und tiefgreifende Bedeutung Widerstand tatsächlich beinhaltet, wird in der außergewöhnlichen Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand“ des Frankfurter Museums für Angewandte Kunst sichtbar, unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung. Die Schau präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, darunter Arbeiten von William Kentridge und Tobias Rehberger, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung werden thematisiert und hinterfragt. Über diese gesellschaftspolitischen Kommentare hinaus, sprengen die Tapisserien durch ihre ungewöhnliche Materialität und Dreidimensionalität Räume der traditionellen Wahrnehmung. Bis 24. Mai 2026.